Nucleus Nexa System: Unterschied zwischen den Versionen

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== Hörprofil aus Implantat lesen (Mapping) ==
== Hörprofil aus Implantat lesen (Mapping) ==
Beim Nucleus Nexa System werden die individuellen Hörprofile ''(sogenannte MAPs)'' direkt im Implantat gespeichert. Diese Hörprofile enthalten alle wichtigen Einstellungen, die für das persönliche Hören notwendig sind. Das Mapping-Verfahren unterscheidet sich nicht von früheren Nucleus-Systemen. Ziel bleibt es, für jede Person eine individuell optimale Einstellung zu ermitteln.
Beim Nucleus Nexa System werden die individuellen Hörprofile ''(sogenannte MAPs)'' direkt im Implantat gespeichert. Im Implantat können auch mehrere MAPs gespeichert werden. Diese Hörprofile enthalten alle wichtigen Einstellungen, die für das persönliche Hören notwendig sind. Das Mapping-Verfahren unterscheidet sich nicht von früheren Nucleus-Systemen. Ziel bleibt es, für jede Person eine individuell optimale Einstellung zu ermitteln.


Das Mapping bietet im Alltag mehrere praktische Vorteile. Bei Verlust oder Austausch eines Soundprozessors kann ein neuer Nexa-Prozessor diese gespeicherten Einstellungen automatisch aus dem Implantat auslesen und übernehmen. In vielen Fällen ist dadurch keine vollständige Neueinstellung erforderlich. Auch bei einem Wechsel des Prozessors, etwa zwischen verschiedenen Nexa-Modellen, bleiben die individuellen Hörprofile erhalten.
Das Mapping bietet im Alltag mehrere praktische Vorteile. Bei Verlust oder Austausch eines Soundprozessors kann ein neuer Nexa-Prozessor diese gespeicherten Einstellungen automatisch aus dem Implantat auslesen und übernehmen. In vielen Fällen ist dadurch keine vollständige Neueinstellung erforderlich. Auch bei einem Wechsel des Prozessors, etwa zwischen verschiedenen Nexa-Modellen, bleiben die individuellen Hörprofile erhalten.

Version vom 26. Februar 2026, 14:42 Uhr

Das Nucleus® Nexa™ System ist eine von Cochlear im Jahr 2025 eingeführte Generation von Cochlea‑Implantat‑Systemen [1]. Das Nexa-Implantat (CI1000) basiert auf einem neu entwickelten Chip („NEXOS“)[2]. Dieser verfügt über eine eigene Firmware, internen Speicher sowie integrierte Monitoring- und Diagnosesysteme. Bestimmte Funktionen, die bisher im Soundprozessor umgesetzt wurden, sind beim Nexa-System teilweise direkt im Implantat implementiert. Die Systemarchitektur ist darauf ausgelegt, zukünftige technische Weiterentwicklungen softwarebasiert zu ermöglichen, ohne dass ein erneuter chirurgischer Eingriff erforderlich ist.

Systemüberblick

Das Nucleus Nexa System setzt sich aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten zusammen:

  • dem Nucleus Nexa Implantat (internes Implantat),
  • kompatiblen Nexa‑Soundprozessoren, darunter
    • der Nucleus 8 Nexa (Hinter‑dem‑Ohr‑Soundprozessor) und
    • der Nucleus Kanso 3 Nexa (frei‑vom‑Ohr‑Soundprozessor),
  • sowie unterstützender Software und Services von Cochlear

Sowohl die Empfangsspule des Implantats als auch die Sendespule der Nexa-Soundprozessoren wurden konstruktiv neu entwickelt. Die Spule besteht aus Gold, das aufgrund seiner guten Leitfähigkeit stabile Übertragungseigenschaften ermöglicht[3].

Funktionen & Eigenschaften[4]

Bestimmte Funktionen werden im Nexa-System nicht mehr ausschließlich im Soundprozessor, sondern teilweise im Implantat umgesetzt. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Systemsteuerung, der Energieverwaltung und der Verwaltung individueller Einstellungen.

Die folgenden Eigenschaften beschreiben grundlegende systemische Unterschiede des Nexa-Systems im Vergleich zu früheren Nucleus-Systemen:

  • Eigene upgradefähige Firmware im Implantat
  • Speicherung der Hörprofile (MAPs) im Implantat
  • Dynamisches Energiemanagement zwischen Implantat und Soundprozessor
  • Integrierte Monitoring- und Diagnosesysteme
  • Nexa-Chipsatz (NEXOS) als neue interne Systemplattform

Kompatibilität[5]

Das Nexa-System stellt eine eigenständige Implantatplattform dar und daher arbeitet das Nexa-Implantat mit einem neu entwickelten Datenübertragungsprotokoll. Aus diesem Grund sind Nexa-Soundprozessoren ausschließlich mit dem Nexa-Implantat kompatibel und stellen keine Erweiterung bestehender Implantate dar. Aktuelle Soundprozessoren wie Nucleus 8 und Kanso 3 bleiben weiterhin mit vielen früheren Implantatgenerationen kompatibel. Ein nachträglicher Wechsel von bestehenden Nucleus-Implantaten auf das Nexa-System ist nicht vorgesehen.

Das bisherige CI600-System wird weiterhin angeboten und unterstützt. Genaue Vergleiche der jeweiligen alten Systeme und ihrer Nexa-Modelle finden sich in den jeweiligen Artikeln der Modelle Nucleus 8 und Kanso 3.

Dynamic Power Management[6]

Das Nexa-System verfügt über ein dynamisches Energiemanagement. Der Energieverbrauch wird kontinuierlich an die jeweilige Hörsituation angepasst. In ruhigen Umgebungen benötigt das System weniger Energie, in komplexeren Hörsituationen entsprechend mehr. Ziel ist eine optimierte Batterie- bzw. Akkulaufzeit bei stabiler Systemleistung.

Hörprofil aus Implantat lesen (Mapping)

Beim Nucleus Nexa System werden die individuellen Hörprofile (sogenannte MAPs) direkt im Implantat gespeichert. Im Implantat können auch mehrere MAPs gespeichert werden. Diese Hörprofile enthalten alle wichtigen Einstellungen, die für das persönliche Hören notwendig sind. Das Mapping-Verfahren unterscheidet sich nicht von früheren Nucleus-Systemen. Ziel bleibt es, für jede Person eine individuell optimale Einstellung zu ermitteln.

Das Mapping bietet im Alltag mehrere praktische Vorteile. Bei Verlust oder Austausch eines Soundprozessors kann ein neuer Nexa-Prozessor diese gespeicherten Einstellungen automatisch aus dem Implantat auslesen und übernehmen. In vielen Fällen ist dadurch keine vollständige Neueinstellung erforderlich. Auch bei einem Wechsel des Prozessors, etwa zwischen verschiedenen Nexa-Modellen, bleiben die individuellen Hörprofile erhalten.

Die Erstellung und Anpassung der Hörprofile erfolgt weiterhin durch audiologisches Fachpersonal. Die Speicherung im Implantat verändert nicht den Anpassprozess selbst, sondern betrifft ausschließlich die Verfügbarkeit und Wiederverwendbarkeit der individuellen Einstellungen.

Firmware-Upgrade im Implantat

Das Nucleus Nexa Implantat verfügt über eine eigene Firmware, die bei Bedarf aktualisiert werden kann. Diese Firmware steuert bestimmte systemnahe Funktionen des Implantats[7].

Die Systemarchitektur ist darauf ausgelegt, technische Weiterentwicklungen oder Funktionsanpassungen softwarebasiert umzusetzen, ohne dass ein erneuter chirurgischer Eingriff erforderlich ist. Zum aktuellen Zeitpunkt ist noch nicht abschließend definiert, über welchen organisatorischen Weg zukünftige Firmware-Updates durchgeführt werden[8]. Bestehende Hörprofile, also MAPs, bleiben bei einem Firmware-Update erhalten. Für die tägliche Nutzung des Soundprozessors ergeben sich dadurch grundsätzlich keine Änderungen im Bedienablauf.

Einzelnachweise

  1. Cochlear: Markteinführung von Cochlear™ Nucleus® Nexa™, letzter Abruf: 2025-12-28
  2. Auskunft des Herstellers im Expertenaustausch
  3. Auskunft des Herstellers im Expertenaustausch
  4. Cochlear: Cochlear Launches World’s First and Only Smart Cochlear Implant System, letzter Abruf: 2025-12-05
  5. Auskunft des Herstellers im Expertenaustausch
  6. Auskunft des Herstellers im Expertenaustausch
  7. HörgeräteInsider: Cochlear Nucleus Nexa – Das erste updatefähige Cochlea-Implantat im Überblick, letzter Abruf: 2026-01-27
  8. Auskunft des Herstellers im Expertenaustausch