Bimodale Versorgung Cochlear: Unterschied zwischen den Versionen
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|Implantate der Serien CI600, CI500, CI24RE, CI24R, CI24M und CI22M | |Implantate der Serien CI600, CI500, CI24RE, CI24R, CI24M und CI22M | ||
Version vom 11. Mai 2026, 18:30 Uhr
Cochlear bietet eine bimodale Versorgung für eine enge Zusammenarbeit zwischen Cochlea-Implantat (CI) und Hörgerät an. Diese Lösung wird als vollintegrierte bimodale Versorgung bezeichnet. Dabei werden Technik und Software von Cochlear und GN Resound miteinander kombiniert.
Funktionalität
Das bimodale System von Cochlear kennzeichnet sich durch folgende Funktionen:
- Beidseitiges Streaming: Musik, Telefonate und andere Audiosignale werden auf beide Geräte übertragen.
- eine App: CI und Hörgerät können mit nur einer App bedient werden
Kompatibilität
Grundsätzlich sind viele Cochlear-Implantate für eine bimodale Versorgung geeignet. Entscheidend ist vor allem, welcher Soundprozessor und welches GN ReSound Hörgerät verwendet werden. Welche Hörgeräte genau kompatibel sind, kann der Hörakustiker, die Cochlear Family oder der Cochlear-Kundenservice beantworten. Eine Übersicht zu kompatiblen Hörgeräten und der Kompatibilität zu Android und Apple Smartphones ist auf der Webseite von Cochlear zu finden.
Die Steuerung und Überwachung sowohl des Soundprozessors als auch des Hörgeräts erfolgt über die Nucleus Smart-App, wofür ein kompatibles Apple- oder Android-Gerät benötigt wird. Für die direkte Audioübertragung auf die GN Resound Hörgeräte muss das Smartphone entsprechend kompatibel sein. Die Kompatibilität findet man auf der Webseite von Cochlear.
| Cochlea Implantat | Soundprozessor | GN Resound Hörgerät | vorläufiger Kommentar |
| Implantate der Serien CI600, CI500, CI24RE, CI24R, CI24M und CI22M | Nucleus 7 | https://www.cochlear.com/global/de/compatibility/compatible-resound-hearing-aids | |
| Implantate der Serien CI600, CI500, CI24RE, CI24R, CI24M Serie | Nucleus 8 | bei Nucleus 8 wird bimodal nicht erwähnt | |
| Implantate der Serien CI600, CI500, CI24RE, CI24R, CI24M | Kanso 3 | ||
| Implantate der Serien CI500, CI24RE, CI24R, CI24M | Kanso 2 | bei Kanso 2 wird bimodal nicht erwähnt | |
| Implantate der Serie CI600 | Kanso 2 mit Magnet (I) | ||
| Implantate der Nexa (CI1000) Serie | Nucleus 8 Nexa
Kanso 3 Nexa |
Funktionen Soundprozessor
Leistung Hörgerät / Zielgruppe
GN Resound bietet verschiedene Modelle in unterschiedlichen Preiskategorien an. Dein Hörgeräteakustiker kann geeignete Modelle zu deinem Hörverlust auswählen, sowie zu den Preisen und der Höhe des Eigenanteils Auskunft geben.
Technische Besonderheiten
'82: Was kennzeichnet die bimodale Lösung von Cochlear. Gmeeinsames Telefonieren, ein Zubehör beim Fernsehen, weniger Equipment, das man mit sich herumtragen muss. Direktstreaming beim Telefonieren auf beide Geräte. Beim Festnetztelefon, Nutzung einer App von der Fritzbox, die dem Smartphone signalisiert, dass ein Anruf reinkommt (wie heißt die App???? -> Thorsten). Das lässt sich auch im Büro einrichten, dass die Weiterleitung vom BÜrotelefon auf das Smartphone weitergeleitet wird (geht
Synchronisation
Über die Anpassungssoftware müssen der Sprachprozessor und das kompatible Hörgerät miteinander gekoppelt werden. Dies wird durch die Klinik oder den Akustiker vorgenommen. Nach diesem Schritt erkennt das Handy in den Hörhilfen beide Geräte.
'82: sie kommunizieren nicht miteinander, es gibt keinen Master-Slave, die beiden Geräte sind weiterhin "autark" und gleichberechtigt. Es werden keine Daten ausgetauscht.
Wenn diese nicht gekoppelt sind, dann tauchen diese beiden Geräte separat in der Liste aller Bluetoothgeräte auf, und man kann nur ein Gerät auswählen.
Bei Iphone: bei vorherig gekoppelten bimodalen Geräten stehen die beiden Geräte in einer Zeile.
Bei ASHA stehen die beiden Geräte untereinander. Es besteht die Möglichkeit, beide Geräte anzumelden.
Die Hörgeräte haben bereits eine Headset Funktion und nutzen das integrierte Mikrofon zum Sprechen beim Telefonieren. Der Soundprozessor hat diese Funktion nicht.
Streaming
Wie erfolgt beidseitiges Streaming?
Apple: Mfi, Android: ASHA. Das Hörgerät muss kompatibel zum Soundprozessor sein.
Kanso 2 ist für ältere Bluetooth-Protokolle ausgelegt. Er ist nicht Auracastfähig.
Der Minimic streamt gleichzeitig sowohl auf Hörgerät als auch auf den Soundprozessor. Jedoch in Mono, nicht stereo.
Mit dem TV Streamer ist stereohören möglich.
Beim Streamen mit dem Smartphone Android und iOS funktioniert Stereo mit zwei Hörhilfen. Man kann auf Mono umschalten. Anm. Anita: mit iOS bezweifel ich, dass dies möglich ist, denn nur Android bietet die Möglichkeit, mit mehreren BT-Geräten zu streamen.
'75: AB mit BVST ist energiesparend mit Master-Slave-Lösimg. Lösung Cochlear: Datenübertragung LE Bluetooth Protocol von Apple, und ASHA Protokoll Android -> direkte Verbindung zu beiden Geräten. Das ist auch sparsam. Wie sich die Latenzen im Vergleich von AB und Cochlear Lösung verhalten ist nicht bekannt.
Aktueller Stand Auracast:
Auracast wurde das erste Mal 2024 auf einer Messe vorgestellt und ist ein neues Bluetooth Protokoll. Es werden die neuesten Geräte sukzessive mit Auracast ausgestattet. Ältere Geräte haben dieses Bluetooth-Protokoll (Bluetooth LE Audio) noch nicht integriert. In Nucleus 8 ist für Auracast vorbereitet, jedoch ist es noch nicht aktiviert. Es erfordert ein Softwareupdate, das aufgespielt wird, sobald die Zertifizierung (steht noch aus) vorliegt.
Bei einigen GN Hörgeräten ist das Bluetooth Protokoll für Auracast bereits aktiviert. Die Hörgeräteakustiker deines Vertrauens können hierzu Auskunft geben.
Bluetooth ist traditionell eine Verbindung zwischen zwei Geräten. Damit können sie ihr Telefon oder ein anderes Gerät mit dem Lautsprecher verbinden. Mit Auracast gibt es zukünftig einen Sender, der Signale an jedes Gerät sendet, das zuhören möchte. Man muss nicht mehr koppeln oder eine Nummer eingeben. Statt dessen wird mit dem Handy aus einer Liste aller verfügbaren Quellen eine gewünschte Quelle ausgewählt um diese dann zu hören. Man kann auch zu einer anderen Quelle wechseln oder auch wieder abschalten. Jedes dieser Signale hat eine eigene Identität. Ein Empfangsgerät kann sich also mit mehreren Streamern gleichzeitig verbinden. Die verschiedenen Audiostreams können parallel laufen. Oder sie haben einen Benachrichtigungskanal, der Sie informiert, wenn SIe etwas wissen müssen, ansonsten aber stumm bleibt, während Sie etwas anderes hören. Hierbei handelt es sich um ein multiples Streamingerlebnis.
Laufzeitunterscheide / Latenz
Zwischen Soundprozessor und Hörgerät wird die Latenz angepasst.
Durch Auracast kommt keine zusätzliche Latenz hinzu. Es erfordert keine zusätzliche Anpassung von Laufzeitunterschieden.
Rogersystem
Es geht um einen Roger X, der an einen Minimic angeschlossen ist. Bei einem kompatiblen bimodalen Hörgerät geht die Signalübertragung jeweils über das Minimic und die Latenzen werden nicht zusätzlich beeinflusst. Bei einem nicht kompatiblen Hörgerät für die Cochlear Soundprozessoren kann es sein, dass das Hörgerät direkt mit dem Rogersystem gekoppelt ist, während der Soundprozessor das Signal über den Minimic erhält. Hier würden zusätzliche Laufzeitunterschiede auftreten. Ob sie als störend empfunden werden, ist abhängig von der Verarbeitung im Gehirn, welche sich individuell unterscheiden. Anm. Anita: Das widerspricht sich mit den klinischen Studien, wie bei AB aufgeführt.
Roger auf MM2+ auf Soundprozessor: Das MiniMic 2+ bringt hier in etwa 30ms Delay rein, was nicht hörbar sein wird (Anm.: kein Nachweis für diese Aussage!). Dazu kommt dann der Unterschied im Delay von HG und CI. Der ist bei unseren System zum Glück sehr klein, wodurch kein Problem zu erwarten ist -> das sind sehr pauschale Aussagen ohne Nachweise.
Wie die Latenz von der Rogeranlage direkt zum Hörgerät ist, müsste man den Hörgeräte-Hersteller fragen. Sie ist wahrscheinlich abhängig von Model/Typ/Hersteller.
Generell kann man davon ausgehen, dass ein Delay ab 50ms als Echo wahrgenommen wird. Da liegen wir trotz MiniMic-Latenz auf jeden Fall drunter. Grundsätzlich ist es einfacher wenn die Geräte beide an das gleiche gekoppelt sind: HG + CI direkt vom MiniMic gespeist hat weniger Latenz und das Ganze ist weniger kompliziert, als der oben beschriebene Fall.
Bedienung und Einstellmöglichkeiten
Wenn man am Handy selber, am Zubehör das Mikrofon oder TV die Lautstärke einstellt, dann ändert sich die Lautstärke gleichzeitig an beiden Geräten.
'61: Wechsel eines Programmes: man sieht in der App beide Seiten (Li+re) und muss diese beide Seiten einstellen. Wenn das HG ausschaltet, es startet immer in der Standardvoreinstellung. Das CI Programm startet immer in der letzten Einstellung.
WErden auf beiden Geräte die gleichen Programme aufgespielt? Nein, es sind unterscheidliche Programme. Der Akustiker/Audiologe muss darauf achten, dass die Programme auf den gleichen Programmplatz aufgespielt wird.
Einstellmöglichkeiten: über die App, über die Geräte, über Fernbedienung. Die Hörgeräte und der SP interagieren zum aktuellen Zeitpunkt nicht miteinander.
Über die bimodale App (NAMEN?) kann die Lautstärke für jedes Gerät individuell eingestellt werden.
'82: Zubehör, wie Minimic, Fernbedienung, braucht keinen Abgleich. Sie müssen beide nur mit dem ??? verbudnne sein.
Anpassung
'49: Akustiker: HG und CI-Audiologe stellt CI ein.
Kliniken dürfen keine HGs anpassen und nur Akustiker, die qualifiziert sind, CIs anzupassen können beide Hörsysteme anpassen.
'55 Gleiche Programmbelegung ist sinnvoll für CI und HG.
Lautheitsausgleich/Lautheitsskalierung sinnvoll, ein Balancing, was für das Richtungshören sehr wichtig sit.
Latenz kann nicht eingestellt werden. CI kann nicht künstlich verlangsamt
Erfahrungen aus der Praxis
Anm.: Tipps und Tricks von Anwendern, sofern bekannt. Jedoch bitte keine Vor- und Nachteile nennen.
'52: Austasuch zwischen Akustiker und Klinik ist dürftig. Deshalb ist das Aufsuchen von einem Kooperationspartner, einem AKustiker, der qualifiziert ist, beide Geräte anzupassen, die bessere Wahl. Er hat beide Einstellprogramme für HG und SP, er nimmt die Einstellungen vor und kann gleichzeitig Messungen durchführen. Selbst in der Klinik sind die Messungen zeitlich und örtlich getrennt von den Einstellungen, die der Audiologe vornimmt.
Weitere Informationen erhält man über
Cochlear Family
Austausch Selbsthilfe
Partner von Cochlear
Weblinks
https://www.cochlear.com/global/de/compatibility
https://www.cochlear.com/de/de/connect/contact-us
https://www.cochlear.com/global/de/manuals
Einzelnachweise
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